Zehn Chöre singen an verschiedenen Standorten im Kanton Solothurn zur AHV

In allen Regionen des Kantons erklingt das Lied «Der alte Arbeiter». Über 200 Sängerinnen und Sänger erinnern mit Performances auf öffentlichen Plätzen an eine der neun Forderungen des Oltener Aktionskomitees beim Landesstreik: «Wir fordern eine Alters- und Invalidenversicherung.» Eingeführt wurde die AHV rund 30 Jahre später.

Samstag 9. Juni 2018
09:00, Olten, Gemüsemarkt Bifang, Happy Singers Fulenbach
10:00, Winznau, Landi Winznau, Kirchenchor Winznau
10:00, Subingen, Landi Subingen, Kirchenchor Subingen
10:30, Breitenbach, Einkaufscenter Wydenhof, Männerchor Himmelried
11:00, Olten, Bahnhofsunterführung, Mauritiuschor Trimbach
11:00, Egerkingen, Gäupark, Gemischter Chor Neuendorf
11:00, Solothurn, Vor St. Ursenkathedrale, Lilithchor und Freundinnen
13:00, Olten, Sälipark, Marienchor Olten
13:30, Solothurn, Gurzelengasse (vor Manor), Kirchenchor Günsberg
16:00, Balsthal, Kornhausplatz, Kirchenchor Holderbank

Die Chöre aus allen Regionen des Kantons singen das Lied «Der alte Arbeiter», aus der Liedersammlung von Urs Hostettler «Anderi Lieder: von den geringen Leuten, ihren Legenden und Träumen, ihrer Not und ihren Aufständen, (Bern 1979)». Es erzählt von einem alten Arbeiter, der nicht mehr gebraucht wird: «Wir können dich entbehren, wir brauchen junge Kraft!». Dies bedeutet für den Abgeschafften: «Doch ruhn die alten Arme, so haben sie kein Brot». Eingebettet ist der Gesang in eine kurze Performance auf einem öffentlichen Platz. Der Auftritt lädt ein, über die Bedeutung des Generationenvertrages nachzudenken, welcher bis heute die Basis für die Schweizer Alters- und Hinterbliebenen Versicherung bildet.

Im Kampf gegen die Altersarmut forderte das Oltener Aktionskomitee 1918 anlässlich des Landesstreiks die Einführung einer Alters- und Invalidenversicherung. Eingeführt 1948, ist die AHV bis heute eine der bedeutendsten Sozialversicherungen der Schweiz. Die Einführung der AHV wurde bereits in den 1880er Jahren inspiriert von Diskussionen in Deutschland u. a. vom Grütliverein diskutiert. Eine der Forderungen, auf die Bundesrat und Parlament damals noch nicht eingehen mochten.