Hörstücke zum Landesstreik

Wie bereits 2016 haben auch dieses Jahr wieder über 25 Solothurnerinnen und Solothurner Passagen aus Zeitdokumenten eingesprochen. Daraus sind fünf neue Hörstücke rund um den Landesstreik entstanden. Sie greifen Erlebnisse von Solothurnerinnen und Solothurnern auf und beleuchten Perspektiven der einfachen Bevölkerung. Für ergänzende Statements führten wir mehrere Veranstaltungen in Schulklassen unterschiedlicher Schulstufen durch und interviewten Schülerinnen und Schüler zu den unterschiedlichen Themen der Hörstücke.
–> Titel und Beschreibung der Hörstücke

Nach einer Tournee der eigens dafür entwickelten Hörstationen durch 18 Gememeinden im Kanton Solothurn, sind die Hörstücke nun hier zu hören.

 

DIE HÖRSTÜCKE

Die Spanische Grippe [read more=“Beschreibung“ less=“Schliessen“]
Ein Hörstück handelt von der Spanischen Grippe, welche den Kanton Solothurn, wie auch die restliche Schweiz, im Landesstreikjahr 1918 heimsuchte. Im Juli erreichte eine erste Grippewelle ihren Höhepunkt. Im Oktober stieg die Zahl der Toten und Erkrankten erneut stark an. Die Grippe, gegen die es damals kein wirksames Medikament gab, forderte viele Opfer unter den Zwanzig- bis Vierzigjährigen. Besonders in Erinnerung geblieben sind jedoch die während des Militärdienstes an der Spanischen Grippe verstorbenen Soldaten; sie waren am Ende des Ersten Weltkriegs wegen des Landesstreiks erneut aufgeboten worden. [/read]

Aktivdienst in Mariastein[read more=“Beschreibung“ less=“Schliessen“]
Das Hörstück «Aktivdienst in Mariastein» streift die Zeit des Landesstreiks erst ganz am Schluss. Die Tagebücher von Pater Willibald Beerli geben jedoch einen intimen Einblick in den Klosteralltag zu Kriegszeiten. Wir verdanken den seltenen, wertvollen Fund Pater Lukas Schenker, Archivar des Klosters Mariastein. [/read]

Organisierte Jugend im Kanton Solothurn[read more=“Beschreibung“ less=“Schliessen“]
Dank der Unterstützung des Historikers Dr. Peter Heim ist es gelungen, ein Bild von der regen politischen Tätigkeit der linken organisierten Jugend im Kanton Solothurn zu erhalten. Jugendliche und junge Erwachsene beiden Geschlechts aus den Bezirken Olten, Solothurn, Grenchen und Wasseramt trafen sich zu Vorträgen, Diskussionen und gemeinsamen Ausflügen. Ein beliebter Redner war Wilhelm Münzenberg, Mitglied des Zentralvorstands der sozialistischen Jugendorganisation und Bekannter Lenins. Die linke Zeitschrift «Freie Jugend», welche auch im Kanton Solothurn gelesen wurde und deren Redaktor Münzenberg war, wurde vom Bundesrat im März 1918 verboten. [/read]

Waffengewalt in Grenchen[read more=“Beschreibung“ less=“Schliessen“]
Das Hörstück «Waffengewalt in Grenchen» führt mitten in die chaotischen Verhältnisse in den Strassen Grenchens, wo Stunden nach Abbruch des Landesstreiks drei junge Männer vom Schweizer Militär erschossen wurden; ein Ereignis, das sich in der kollektiven Erinnerung der Grenchnerinnen und Grenchner besonders stark eingeprägt hat. Gelesen wird unter anderem ein Auszug der Einvernahme des Majors Pelet, welcher den Schiessbefehl gegeben hat. [/read]

Frauenstimmrechtsdebatte[read more=“Beschreibung“ less=“Schliessen“]
Eine Motion, eingereicht 1917 von Adolf Lienhard (SP), forderte den Solothurner Regierungsrat auf, die Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts zu prüfen. Das Frauenstimmrecht war ebenfalls eine der neun Forderungen, denen der Landesstreik Nachdruck verleihen sollte. Diskutiert wurde die «Frauenfrage» jedoch schon zehn Jahre früher, wie ein Blick in die Protokolle des Oltner Vereins «Verbands für Frauenfragen» zeigt. Das Hörstück blendet ins erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zurück und stellt Auszüge aus der Lektüre vor, mit denen Oltnerinnen die Bildung der Frauen unterstützten. Weiter führt es in den Ratssaal, wo 1925 Adolf Lienhards Motion im Kantonsrat diskutiert wurde. [/read]

Statements 18/18

Die Bibliografien der einzelnen Hörstücke finden Sie hier.